7 Trainingsübungen zum Thema „Brand Storytelling“ für Teams, die eine Fusion oder eine Markenumstellung durchlaufen

Isabel ·
Diverse team collaborating over brand mood boards and color swatches on a wooden table in a warm Amsterdam studio with exposed brick walls.

Fusionen und Rebrandings gehören zu den verwirrendsten Erfahrungen, die ein Team durchleben kann. Plötzlich passt die Geschichte, die jeder über das Unternehmen zu erzählen wusste, nicht mehr ganz, und die neue hat noch nicht vollständig Gestalt angenommen. In dieser Lücke zwischen der alten und der neuen Erzählung schlagen Verwirrung, Widerstand und Desinteresse oft Wurzeln. Schulungen zum Thema „Brand Storytelling“ bieten Teams eine strukturierte, aktive Möglichkeit, diese Lücke gemeinsam zu schließen, anstatt darauf zu warten, dass sich die Abstimmung von selbst ergibt.

Die folgenden Übungen wurden speziell für Teams entwickelt, die eine Fusion oder eine Markenumstellung durchlaufen. Sie sind so erfolgreich, weil sie das Geschichtenerzählen nicht als reine Kommunikationsübung betrachten, sondern als gemeinsamen Prozess der Sinnfindung. Jede einzelne Übung hilft den Teams dabei, ein echtes Verständnis dafür zu entwickeln, wohin sich die Marke entwickelt und warum – was die Grundlage jeder effektiven Kommunikationsstrategie im Change Management bildet.

Warum Storytelling-Schulungen bei einem Rebranding funktionieren

Bei einer Markenumstellung oder einer Fusion sorgen Informationen allein selten für Einigkeit. Menschen können dieselbe Einweisung erhalten, dieselbe Mitteilung lesen und dennoch völlig unterschiedliche Vorstellungen davon entwickeln, was die Veränderung für sie bedeutet. Storytelling-Schulungen sind erfolgreich, weil sie Teams dazu bringen, nicht mehr nur passive Empfänger von Informationen zu sein, sondern aktiv an der Sinnstiftung mitzuwirken.

Wenn Mitarbeiter die Geschichte mitgestalten, entwickeln sie eine persönliche Bindung dazu. Sie verstehen nicht nur, was die neue Marke aussagt, sondern auch, warum sie dies tut, und sind dadurch weitaus besser in der Lage, diese Botschaft gegenüber Kunden, Kollegen und Stakeholdern konsequent zu vermitteln. Gut umgesetztes Corporate Storytelling verwandelt ein Rebranding von etwas, das einem Team einfach widerfährt, in etwas, das das Team wirklich verinnerlicht hat.

1: Stellen Sie die Zeitachse der gemeinsamen Geschichte Ihres Teams dar

Machen Sie zunächst die Unternehmensgeschichte sichtbar. Bitten Sie jedes Teammitglied, wichtige Momente, Meilensteine und Wendepunkte aus seiner Erfahrung mit dem Unternehmen oder der Marke beizusteuern. Ordnen Sie diese gemeinsam in einer gemeinsamen Zeitleiste an einer Wand oder auf einer digitalen Pinnwand an.

Diese Übung hat eine starke Wirkung: Sie macht deutlich, dass Teams bereits eine gemeinsame Geschichte teilen, auch wenn sie diese noch nie gemeinsam erzählt haben. Gerade bei einer Fusion hilft sie den Mitarbeitern verschiedener Organisationen, Gemeinsamkeiten zu finden und den Wert zu erkennen, den jede Seite einbringt. Außerdem bringt sie die emotionalen Momente zum Vorschein, die am wichtigsten sind – und genau das ist der Rohstoff, aus dem gutes Marken-Storytelling entsteht.

2: Lasst uns gemeinsam die Entstehungsgeschichte der Marke neu schreiben

Jede Marke hat eine Entstehungsgeschichte, doch im Zuge eines Rebrandings muss diese Geschichte aktualisiert werden. Anstatt den Teams von oben eine ausgefeilte Version vorzugeben, sollten Sie kleinen Gruppen die Vorgaben geben und sie bitten, ihre eigene Version davon zu entwerfen, wie die neue Marke entstanden ist.

Ein Vergleich der Entwürfe zeigt, wo sich die Teams von Natur aus einig sind und wo Verständnislücken bestehen. Die Unterschiede sind keine Fehler, sondern Daten. Nutzen Sie sie als Ausgangspunkt für eine Diskussion darüber, wofür die Marke wirklich steht und welche Erzählelemente im gesamten Unternehmen am authentischsten ankommen.

3: Die 60-Sekunden-Elevator-Pitch-Herausforderung

Bitten Sie jeden Teilnehmer, jemandem, der sich damit überhaupt nicht auskennt, in 60 Sekunden die neue Marke, die Gründe für die Fusion oder die Ausrichtung des Rebrandings zu erklären. Keine Fachsprache, keine Folien – nur eine klare und überzeugende mündliche Zusammenfassung.

Diese Übung zum Team-Storytelling ist trügerisch einfach und liefert sofort aufschlussreiche Ergebnisse. Sie zwingt zu Klarheit. Wenn jemand die Veränderung nicht innerhalb einer Minute erklären kann, hat er sie wahrscheinlich noch nicht vollständig verinnerlicht. Die Durchführung dieser Aktivität teamübergreifend macht zudem deutlich, welche Botschaften ankommen und welche noch mehr Unterstützung benötigen. Sie ist eines der praktischsten Kommunikationsinstrumente bei Fusionen, da sie die realen Gespräche widerspiegelt, die Mitarbeiter täglich mit Kunden und Kollegen führen werden.

4: Welche Geschichte erzählen die Kunden bereits?

Bevor man die neue Markengeschichte entwirft, ist es hilfreich, die bestehende zu verstehen. Sammeln Sie echtes Kundenfeedback, Bewertungen oder Support-Gespräche und bitten Sie die Teams, die wiederkehrende Geschichte zu identifizieren, die Kunden bereits über die Marke erzählen.

Diese „Outside-in“-Perspektive sorgt für Bodenhaftung. Sie verhindert, dass Teams eine Markengeschichte entwickeln, die intern zwar großartig klingt, bei der wichtigsten Zielgruppe jedoch anders ankommt. Außerdem hilft sie dabei, zu erkennen, welche bestehenden Markenwerte es wert sind, im Rahmen des Rebrandings beibehalten zu werden, anstatt alles über Bord zu werfen, nur um etwas Neues zu schaffen.

5: Bauen Sie die Figurenwelt Ihrer Marke auf

Großartige Geschichten haben Figuren, und das gilt auch für großartige Marken. In dieser Übung definieren die Teams die Hauptfiguren ihrer Markengeschichte: den Helden (in der Regel den Kunden), den Wegweiser (die Marke), die Verbündeten und die Hindernisse. Jede Rolle erhält einen Namen, eine Motivation und eine Stimme.

Die Entwicklung einer Reihe von Charakteren schafft ein gemeinsames kreatives Vokabular für das Team. Dadurch werden abstrakte Markenwerte konkret und menschlich. Wenn sich alle darüber einig sind, wer der Held ist und welche Rolle der Wegweiser spielen soll, lassen sich Kommunikationsentscheidungen abteilungs- und teamübergreifend viel einfacher und einheitlicher treffen.

6: Finde den Bösewicht in deiner Markengeschichte

Jede fesselnde Geschichte braucht einen glaubwürdigen Gegenspieler. Beim Brand Storytelling ist der „Bösewicht“ kein Wettbewerber, sondern ein Problem, ein Ärgernis oder eine veraltete Vorgehensweise, die die Marke überwinden soll. Bitten Sie die Teams, diesen „Bösewicht“ klar zu identifizieren und zu formulieren.

Diese Maßnahme schärft die Positionierung und verleiht der Markengeschichte echte Bedeutung. Außerdem hilft sie den Teams während einer Fusion zu verstehen, warum es überhaupt zu dieser Veränderung kommt. Wenn die Mitarbeiter benennen können, wovon sich das Unternehmen entfernt und warum, wirkt die neue Ausrichtung zielgerichtet und nicht willkürlich. Diese Klarheit ist für eine effektive Kommunikation im Veränderungsmanagement unerlässlich.

7: Trage die neue Geschichte laut vor

Eine Markengeschichte zu lesen ist etwas ganz anderes, als sie darzustellen. In dieser abschließenden Übung präsentieren die Teams die neue Markengeschichte mündlich – sei es als kurze Rede, als Szene, als Pitch oder sogar als improvisiertes Gespräch. Das Ziel ist es, die Geschichte vom Papier in den Körper und die Stimme zu übertragen.

Das Vortragen einer Geschichte stärkt das Selbstvertrauen und zeigt auf, an welchen Stellen die Erzählung noch holprig oder nicht überzeugend wirkt. Teams, die das laute Vortragen der Geschichte üben, sind weitaus besser darauf vorbereitet, die Marke in realen Situationen authentisch zu repräsentieren. Genau hier wird das Training zum Thema „Brand Storytelling“ zu einer echten Veränderung und ist nicht nur intellektuell interessant.

Die Praxis des Storytelling in eine dauerhafte Ausrichtung umsetzen

Diese Aktivitäten einmal durchzuführen, ist ein guter Anfang, doch eine dauerhafte Abstimmung entsteht erst durch wiederholtes Üben und kompetente Moderation. Die Teams, die Rebrandings und Fusionen am erfolgreichsten meistern, sind diejenigen, die Storytelling als eine fortlaufende Kompetenz betrachten und nicht als einmaligen Workshop.

Genau hier kommen wir ins Spiel. Bei Boom For Business bringen wir über 30 Jahre Erfahrung in den Bereichen Storytelling und Improvisation direkt in Ihr Unternehmen ein – und zwar durch unser Masterclass-Workshops, die darauf ausgelegt sind, echte Kommunikations- und Erzählfähigkeiten aufzubauen, die nachhaltig wirken. Unsere Programme richten sich an Teams, die genau solche Veränderungen durchlaufen, und verbinden berufliche Weiterbildung mit wirklich fesselnden, humorvollen Erlebnissen, die das Gelernte nachhaltig verankern.

Wir bieten Teams, die eine Fusion oder eine Markenumstellung durchlaufen, Folgendes an:

  • Maßgeschneiderte Workshops zum Thema „Brand Storytelling“, die genau auf Ihren jeweiligen Wandel und Ihre Unternehmenskultur zugeschnitten sind
  • Moderierte Teambuilding-Sitzungen, bei denen Improvisation eingesetzt wird, um Silos aufzubrechen und eine gemeinsame Sprache zu entwickeln
  • Interaktive Übungen zum Geschichtenerzählen unter der Leitung erfahrener Moderatoren, die die Dynamik in Unternehmen verstehen
  • Programme, die sich mit den Herausforderungen der Kommunikation im Change Management befassen und praktische Werkzeuge bereitstellen, die Teams sofort einsetzen können
  • Ansprechende Formate, die abstrakte Markenstrategien in etwas verwandeln, das Teams tatsächlich nachempfinden und in Worte fassen können

Wenn Ihr Team gerade einen Rebranding-Prozess oder eine Fusion durchläuft und Sie diesen Übergang zu einem Moment echter Einigkeit machen möchten, würden wir Ihnen gerne dabei helfen. Entdecken Sie unsere Teambuilding-Programme und positive kulturelle Initiativen, oder besuchen Sie Aufschwung für die Wirtschaft um herauszufinden, wie wir das passende Erlebnis für Ihr Team gestalten können.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange sollte ein Workshop zum Thema „Brand Storytelling“ im Rahmen einer Fusion oder einer Markenumstellung dauern?

Die richtige Dauer hängt von der Größe Ihres Teams und der Komplexität des Wandels ab, doch am effektivsten sind Veranstaltungen, die zwischen einem halben und zwei ganzen Tagen dauern. Eine einzelne halbtägige Sitzung kann die Kernaktivitäten vorstellen und einen sinnvollen Austausch anregen, während ein mehrtägiges Format es den Teams ermöglicht, tiefer in die Materie einzusteigen, ihre Erzählungen zu verfeinern und die Präsentation der Geschichte mit echtem Selbstvertrauen zu üben. Für Unternehmen, die eine größere Fusion durchlaufen, führt die Verteilung der Schulung auf mehrere Termine über mehrere Wochen hinweg in der Regel zu einer nachhaltigsten Abstimmung.

Was ist, wenn Teammitglieder solchen kreativen Übungen gegenüber ablehnend sind?

Widerstand ist völlig normal, insbesondere in Unternehmensumgebungen, in denen die Menschen nicht an kreative oder performative Aktivitäten gewöhnt sind. Der Schlüssel liegt in der Darstellung: Stellen Sie jede Übung als praktisches Kommunikationsinstrument dar und nicht als kreatives Experiment. Mit weniger risikoreichen Aktivitäten zu beginnen – wie der gemeinsamen Zeitleiste für Geschichten oder der Besprechung von Kundenerzählungen – hilft skeptischen Teilnehmern, sich langsam heranzutasten, bevor sie zu ausdrucksstärkeren Übungen wie dem 60-Sekunden-Pitch oder dem lauten Vortragen der Geschichte übergehen. Eine geschickte Moderation macht hier einen enormen Unterschied, da ein erfahrener Moderator die Stimmung im Raum einschätzen und das Tempo sowie den Ton anpassen kann, um alle Teilnehmer bei der Stange zu halten.

Wie gehen wir bei Schulungen zum Thema Storytelling vor, wenn Teams aus zwei fusionierenden Unternehmen sehr unterschiedliche Kulturen haben?

Dies ist eine der häufigsten und entscheidenden Herausforderungen in der Fusionskommunikation, und Storytelling-Schulungen sind tatsächlich eines der besten Instrumente, um sie direkt anzugehen. Aktivitäten wie die gemeinsame Zeitleiste der Geschichte und das Neuschreiben der Entstehungsgeschichte der Marke funktionieren besonders gut in unternehmensübergreifenden Gruppen, da sie die Werte und die Geschichte jedes Teams sichtbar machen, ohne einen verfrühten Konsens zu erzwingen. Das Ziel besteht nicht darin, kulturelle Unterschiede auszulöschen, sondern echte Gemeinsamkeiten zu finden, auf denen eine gemeinsame Zukunftsvision verankert werden kann. Indem beide Seiten zur neuen Geschichte beitragen können, anstatt dass eine Seite die andere absorbiert, werden Widerstände drastisch abgebaut und die Akzeptanz gesteigert.

Woher wissen wir, ob unser Training zum Thema „Brand Storytelling“ tatsächlich Wirkung zeigt?

Das deutlichste Signal ist Konsistenz: Achten Sie nach der Schulung darauf, wie verschiedene Teammitglieder die Marke, die Gründe für die Fusion oder die Richtung des Rebrandings mit ihren eigenen Worten beschreiben. Wenn die Kernbotschaft in all diesen unterschiedlichen Äußerungen erkennbar ist, funktioniert die Schulung. Sie können auch den 60-Sekunden-Elevator-Pitch als Vorher-Nachher-Maßstab nutzen und vergleichen, wie klar und selbstbewusst die Teilnehmer die neue Botschaft zu Beginn im Vergleich zum Ende des Programms vermitteln. Langfristig sollten Sie auf Indikatoren für die Abstimmung achten, wie zum Beispiel weniger interne Missverständnisse, einheitlichere Kundenkommunikation und gesteigertes Selbstvertrauen der Mitarbeiter bei Gesprächen mit externen Partnern.

Können diese Aktivitäten zum Geschichtenerzählen aus der Ferne oder in einem hybriden Format durchgeführt werden?

Ja, alle sieben Aktivitäten lassen sich mit den richtigen digitalen Tools für Remote- oder Hybrid-Teams anpassen. Die gemeinsame Zeitleiste für die Geschichte eignet sich gut für Kollaborationsplattformen wie Miro oder MURAL, und die 60-Sekunden-Pitch-Challenge lässt sich nahtlos auf Videokonferenzen übertragen, bei denen die Teilnehmer ihre Pitches aufzeichnen und teilen können, um Feedback von der Gruppe zu erhalten. Bei hybriden Sitzungen muss vor allem darauf geachtet werden, dass Remote-Teilnehmer die gleichen Möglichkeiten zur Mitwirkung haben, was eine bewusstere Moderation erfordert als bei Präsenzformaten. Allerdings profitieren einige Aktivitäten, insbesondere das laute Vortragen der Geschichte, erheblich von der Energie vor Ort und sollten nach Möglichkeit bei Live-Sitzungen Vorrang haben.

Was ist der größte Fehler, den Unternehmen bei der internen Kommunikation eines Rebrandings begehen?

Der häufigste Fehler besteht darin, interne Kommunikation als einseitige Mitteilung statt als wechselseitigen Dialog zu betrachten. Unternehmen investieren oft viel Aufwand in die Ausarbeitung der perfekten Ankündigung und wundern sich dann, warum die Mitarbeiter sich nicht mit der neuen Marke identifizieren oder diese konsequent vertreten. Das Problem ist, dass sich Menschen nicht mit Botschaften identifizieren, die sie passiv entgegennehmen; sie identifizieren sich vielmehr mit Erzählungen, die sie selbst mitgestalten. Die frühzeitige Einbindung der Teams in den Storytelling-Prozess – noch bevor das Rebranding vollständig abgeschlossen ist – schafft ein Gefühl der Mitverantwortung, durch das sich die neue Geschichte weitaus effektiver verankert als dies mit einem noch so ausgefeilten Memo oder einer Präsentation vor der gesamten Belegschaft möglich wäre.

Wie bald nach der Ankündigung einer Fusion oder einer Markenumstellung sollte das Storytelling-Training beginnen?

Im Idealfall so früh wie möglich, wenn es der Zeitplan zulässt, sogar noch vor der öffentlichen Bekanntgabe. In der Zeit unmittelbar nach einer Bekanntgabe verbreiten sich Unsicherheit, Spekulationen und informelle Erzählungen am schnellsten – und genau dann kann strukturiertes Storytelling den größten Nutzen bringen. Wenn man mit der Schulung der Teams erst wartet, bis die Markenumstellung vollständig abgeschlossen ist, bedeutet das in der Zwischenzeit wochen- oder monatelange unkoordinierte Kommunikation. Ein früher Start setzt nicht voraus, dass man bereits alle Antworten parat hat; tatsächlich funktionieren einige der wirkungsvollsten Storytelling-Maßnahmen gerade deshalb so gut, weil sie den Teams helfen, gemeinsam Klarheit in Unklarheiten zu schaffen, anstatt darauf zu warten, dass Gewissheit von oben kommt.

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