Markenwerte machen auf einer Website einen tollen Eindruck. Bei einer Mitarbeiterversammlung klingen sie inspirierend. Fragt man jedoch die meisten Mitarbeiter an einem Dienstagnachmittag, was diese Werte eigentlich bedeuten, stößt man oft auf einen verständnislosen Blick. Das Problem ist nicht, dass es Unternehmen an Werten mangelt – es liegt vielmehr daran, dass sie diese auf eine Weise vermitteln, die nicht im Gedächtnis haften bleibt. Plakate, Aufzählungspunkte und Leitbilder bewegen die Menschen selten. Geschichten hingegen schon.
Die gute Nachricht ist, dass Erzähltechniken sind erlernbar, praxisnah und wirklich effektiv, wenn es darum geht, abstrakte Markenwerte zu etwas, das die Mitarbeiter spüren, im Gedächtnis behalten und in die Tat umsetzen können. Ganz gleich, ob Sie an interne Kommunikation, Mitarbeiterengagement, – sei es nun ein einzelnes Projekt oder ein umfassenderer kultureller Wandel – diese neun Methoden werden Ihnen dabei helfen, die Kluft zwischen dem, wofür Ihr Unternehmen steht, und dem, wie Ihre Mitarbeiter es tatsächlich erleben, zu überbrücken.
Warum Storytelling dafür sorgt, dass Markenwerte im Gedächtnis bleiben
Das menschliche Gehirn ist auf Erzählungen ausgerichtet. Wenn wir eine gut erzählte Geschichte hören, verarbeitet unser Gehirn nicht nur Informationen – es simuliert das Erlebnis. Deshalb trägt schon ein einziges anschauliches Beispiel, bei dem ein Kollege sich besonders engagiert hat, um einem Kunden zu helfen, mehr dazu bei, Unternehmenskultur als es eine Präsentation voller Wertversprechen jemals könnte.
Unternehmensgeschichten Das funktioniert, weil es abstrakten Ideen einen konkreten Bezugspunkt gibt. Wenn ein Wert wie “Integrität” mit einem konkreten Moment, einer konkreten Person und einer konkreten Konsequenz verknüpft wird, wird er zu etwas, das die Mitarbeiter in ihrer eigenen Arbeit wiedererkennen können. Diese Wiedererkennung ist die Grundlage für eine echte Verbindung.
1: Beginnen Sie mit einer menschlichen Geschichte, nicht mit einem Leitbild
Der schnellste Weg, Ihr Publikum zu verlieren, ist, mit einem Leitbild zu beginnen. Beginnen Sie stattdessen mit einer Person. Wer verkörpert den Wert, den Sie vermitteln möchten? Was hat diese Person getan, und was ist daraus geworden? Wenn Sie mit einer menschlichen Geschichte einleiten, wecken Sie sofort emotionale Bindung, noch bevor Sie ein abstraktes Konzept vorstellen.
Dieser Ansatz funktioniert gleichermaßen gut bei Mitarbeiterversammlungen, Einführungsveranstaltungen und in internen Newslettern. Die Geschichte muss nicht dramatisch sein – ein kleiner, ehrlicher Moment, in dem jemand einen Unternehmenswert lebt, ist oft wirkungsvoller als eine große Geste. Konkrete Details machen sie glaubwürdig und einprägsam.
2: Nutze den Erzählbogen ‘Vorher und Nachher’
Der Vorher-Nachher-Bogen ist einer der zuverlässigsten Erzähltechniken im Werkzeugkasten jedes Kommunikators. Dabei wird ein klarer Kontrast hergestellt: So war die Situation früher, das hat sich geändert, und deshalb war es wichtig. Diese Struktur bietet Ihrem Publikum eine Reise, der es folgen kann, statt nur eine Tatsache, die es aufnehmen muss.
Bei Anwendung auf Markenwerte, … Der Vorher-Nachher-Bogen verdeutlicht den Wandel in der Praxis. Ein Team, das früher mit Kommunikationsproblemen zu kämpfen hatte und nun dank seines gemeinsamen Bekenntnisses zur Transparenz reibungslos zusammenarbeitet, erzählt eine weitaus überzeugendere Geschichte als eine bloße Definition dessen, was Transparenz bedeutet. Der Bogen schafft durch den Kontrast Bedeutung.
3: Lassen Sie die Mitarbeiter die Markengeschichte selbst erzählen
Einige der wirksamsten interne Kommunikation Das geht nicht von der Führungsebene aus – es kommt von den Menschen, die jeden Tag ihre Arbeit verrichten. Wenn Mitarbeiter ihre eigenen Erfahrungen mit der Umsetzung eines Unternehmenswerts teilen, strahlt dies eine Glaubwürdigkeit aus, die durch Botschaften von oben einfach nicht erreicht werden kann. Das Austausch von Erfahrungen unter Kollegen schafft Vertrauen.
Schaffen Sie strukturierte Gelegenheiten dafür. Das kann eine kurze Videoserie sein, ein festes Zeitfenster in Teambesprechungen oder eine einfache interne Plattform, auf der die Mitarbeiter ihre Geschichten teilen können. Entscheidend ist, dass es einfach ist und dass die Teilnahme gewürdigt wird. Wenn Mitarbeiter sehen, dass ihre Geschichten geschätzt werden, vertieft sich ihre Bindung zum Unternehmen.
4: Werte an konkrete, sinnliche Details knüpfen
Vage Formulierungen sind der Feind einer einprägsamen Kommunikation. Begriffe wie “Exzellenz”, “Innovation” und “Zusammenarbeit” sind allgegenwärtig, und gerade weil sie allgegenwärtig sind, haben sie ihre Wirkung verloren. Sinnliche, konkrete Details sind es, die den Zuhörer in eine Geschichte hineinziehen und sie lebendig machen.
Anstatt zu sagen, dass ein Team Durchhaltevermögen bewiesen hat, beschreiben Sie den Moment: den Anruf spät in der Nacht, die Entscheidung, die trotz unvollständiger Informationen getroffen werden musste, die Art und Weise, wie die Gruppe dennoch zusammenhielt. Diese Details schaffen ein mentales Bild. Mentale Bilder sind es, die Menschen noch lange nach Ende des Treffens im Gedächtnis behalten.
5: Schaffe einen Bösewicht – benenne das eigentliche Problem
Jede fesselnde Geschichte enthält einen Konflikt, und in Unternehmensgeschichten, das eigentliche Problem beim Namen zu nennen, ist einer der wirkungsvollsten Schritte, die ein Kommunikator unternehmen kann. Der „Bösewicht“ muss nicht unbedingt eine Person sein – es kann sich auch um eine Marktveränderung, eine Kommunikationsstörung, eine Kultur der Silos oder ein Verhaltensmuster handeln, das die Organisation behindert hat.
Wenn man das Problem ehrlich benennt, erreicht man damit gleich zwei Dinge: Man zeigt, dass die Unternehmensführung die tatsächlichen Herausforderungen versteht, mit denen die Mitarbeiter konfrontiert sind, und man positioniert den Markenwert als echte Lösung und nicht nur als Slogan. Das schafft Glaubwürdigkeit und sorgt dafür, dass der Wert als verdient und nicht als aufgezwungen empfunden wird.
6: Was lehrt uns Improvisation über das Storytelling einer Marke?
Improvisation mag auf den ersten Blick nicht unbedingt als Quelle für erzählerische Weisheit in Organisationen erscheinen, bietet jedoch einen der praktischsten Ansätze, die es gibt. Das Kernprinzip der Improvisation lautet “Ja, und” – das Angebotene anzunehmen und darauf aufzubauen. Im Zusammenhang mit dem Geschichtenerzählen bedeutet dies, aktiv zuzuhören, im Hier und Jetzt zu bleiben und gemeinsam Bedeutung zu schaffen, anstatt sie nur zu vermitteln.
Improvisation lehrt Kommunikatoren zudem, das Unerwartete anzunehmen. Die besten Geschichten sind nicht immer die ausgefeilten – manchmal trägt ein spontaner Moment der Ehrlichkeit oder des Humors mehr dazu bei, das Publikum für einen Wert zu begeistern, als jede noch so sorgfältig ausgearbeitete Erzählung. Unternehmen, die Prinzipien der Improvisation in ihre Kommunikationskultur integrieren, sind in der Regel anpassungsfähiger, authentischer und mitreißender.
7: Setzen Sie Humor ein, um Werte einprägsam zu machen
Humor lenkt nicht von der ernsthaften Kommunikation ab – er ist vielmehr eines ihrer wirksamsten Mittel. Wenn uns etwas zum Lachen bringt, lassen wir unsere Abwehrhaltung fallen, hören genauer zu und behalten den Moment viel länger im Gedächtnis. Geschäftstauglicher Humor, der wohlüberlegt eingesetzt wird, kann einen Markenwert auf eine Weise vermitteln, wie es eine formelle Präsentation niemals könnte.
Der Schlüssel liegt in der Relevanz. Humor funktioniert, wenn er mit einer gemeinsamen Erfahrung oder einer wiedererkennbaren Wahrheit verbunden ist. Eine heitere Geschichte über den gescheiterten ersten Versuch eines Teams, einen neuen Prozess einzuführen – erzählt mit Herzlichkeit und Selbstironie –, vermittelt Resilienz und psychologische Sicherheit weitaus wirkungsvoller als eine Folie, auf der diese Werte stichpunktartig aufgelistet sind. Lachen schafft Zugehörigkeit.
8: Wiederholen Sie die Geschichte an jedem Kontaktpunkt
Einer der häufigsten Fehler in der internen Kommunikation besteht darin, eine aussagekräftige Geschichte nur einmal zu erzählen und dann zum nächsten Thema überzugehen. Wiederholung ist keine Redundanz – sie ist der Weg, auf dem Bedeutung entsteht. Dieselbe Kerngeschichte, angepasst an unterschiedliche Kontexte und Zielgruppen, verankert einen Wert so lange, bis er Teil des Selbstverständnisses der Organisation wird.
Denken Sie an alle Berührungspunkte, an denen eine Geschichte Platz finden könnte: Einführungsmaterialien, Mitteilungen der Führungskräfte, Teambesprechungen, Anerkennungsprogramme und interne Veranstaltungen. Jede Nacherzählung muss nicht identisch sein – vielmehr bereichern kleine Abweichungen, die unterschiedliche Perspektiven widerspiegeln, die Geschichte. Das Ziel ist die Einheitlichkeit der Aussage, nicht die Einheitlichkeit des Formats.
9: Beziehe das Publikum in die Geschichte mit ein
Die fesselndsten Geschichten sind nicht diejenigen, die man sich ansieht – es sind diejenigen, an denen man selbst teilnimmt. Wenn Mitarbeiter dazu eingeladen werden, ihr eigenes Kapitel zur Markengeschichte beizutragen, wandelt sich ihre Verbindung zu den dahinterstehenden Werten von passivem Bewusstsein zu aktiver Identifikation. Teilhabe schafft Engagement.
Dies kann viele Formen annehmen: Workshops, in denen Teams ergründen, was ein Wert in ihrem jeweiligen Kontext bedeutet, gemeinsame Storytelling-Übungen, die gemeinsame Erfahrungen zutage fördern, oder Mitarbeiterversammlungen, die als echte Gespräche und nicht als einseitige Mitteilungen konzipiert sind. Wenn sich die Menschen in der Geschichte wiedererkennen, ist die Wahrscheinlichkeit weitaus größer, dass sie diese weitervermitteln.
Machen Sie Markenwerte zu einem lebendigen Dialog
Markenwerte sind nur dann von Bedeutung, wenn sie im Alltag Ihres Unternehmens lebendig sind. Die neun oben genannten Techniken haben eines gemeinsam: Sie alle verwandeln die Kommunikation von etwas, das den Mitarbeitern auferlegt wird, in etwas, das gemeinsam mit ihnen geschieht. Dieser Wandel – von einseitiger Kommunikation hin zum Dialog – ist der Schlüssel zu echter Mitarbeiterengagement beginnt.
Bei Boom For Business unterstützen wir Unternehmen dabei, genau diesen Wandel zu vollziehen. Auf der Grundlage von über 30 Jahren Erfahrung in den Bereichen Improvisation, Storytelling und Comedy entwickeln wir Erlebnisse, die abstrakte Werte für Ihr Team in einprägsame, hautnah erlebbare Realitäten verwandeln. So sieht die Zusammenarbeit mit uns in der Praxis aus:
- Meisterkurse für Storytelling und Kommunikation die den Mitarbeitern praktische Methoden an die Hand geben, um fesselnde Geschichten zu entwickeln und zu vermitteln, die auf Ihren Markenwerten basieren
- Interaktive Teambuilding-Erlebnisse die Improvisation und Humor einsetzen, um das Vertrauen und die psychologische Sicherheit aufzubauen, die für großartiges Geschichtenerzählen erforderlich sind
- Maßgeschneiderte Workshop-Programme maßgeschneidert für Ihre spezifische Unternehmenskultur, Ihre Werte und Ihre kommunikativen Herausforderungen
- Moderierte Kulturveranstaltungen die ehrliche Gespräche darüber anregen, was Ihre Werte in der Praxis bedeuten und wie man sie teamübergreifend mit Leben füllen kann
Ganz gleich, ob Sie eine unternehmensweite Veranstaltung vorbereiten, einen kulturellen Wandel begleiten oder einfach nach einer persönlicheren Möglichkeit suchen, Ihre Mitarbeiter für Ihre Unternehmensziele zu begeistern – wir würden Ihnen gerne dabei helfen, etwas Bleibendes aufzubauen. Entdecken Sie unsere Masterclass-Workshops, entdecken Sie unser Teambuilding-Programme, oder erfahren Sie, wie wir unterstützen Entwicklung einer positiven Unternehmenskultur. Sie können auch folgende Seite besuchen Aufschwung für die Wirtschaft um mehr über unser gesamtes Angebot zu erfahren.
Häufig gestellte Fragen
Wie können wir die Führungskräfte davon überzeugen, Storytelling als Strategie der internen Kommunikation einzusetzen?
Fangen Sie klein an und machen Sie die Ergebnisse sichtbar. Führen Sie ein Pilotprojekt durch – vielleicht eine einzelne Teambesprechung oder Einführungsveranstaltung, bei der eine Geschichte eine Präsentation ersetzt – und sammeln Sie Feedback dazu, wie die Mitarbeiter darauf reagiert haben. Wenn Führungskräfte messbare Unterschiede beim Engagement, bei der Informationsaufnahme oder bei der Teammoral feststellen, lässt sich die Notwendigkeit einer breiteren Einführung viel leichter begründen. Wenn man Storytelling nicht als ‘weiche’ Initiative, sondern als Strategie zur Steigerung der Kommunikationseffektivität darstellt, stößt dies auf Führungsebene in der Regel auf positive Resonanz.
Was ist, wenn unsere Mitarbeiter zögern oder sich scheuen, ihre eigenen Geschichten zu erzählen?
Zurückhaltung ist fast immer ein Zeichen dafür, dass zunächst psychologische Sicherheit aufgebaut werden muss. Beginnen Sie damit, dass Führungskräfte ihre eigenen ehrlichen, persönlichen Geschichten erzählen, bevor Sie die Mitarbeiter dazu auffordern, dasselbe zu tun – wenn man das Verhalten vorlebt, wird ein Großteil des wahrgenommenen Risikos abgebaut. Auch strukturierte Formate helfen: Eine einfache, zweiminütige Aufforderung in einer Teambesprechung (‘Erzählt uns von einem Moment, in dem ihr einen unserer Werte in der Praxis erlebt habt’) gibt den Menschen einen klaren Rahmen, in dem sie sich ohne großen Druck bewegen können. Mit der Zeit, wenn die Teilnahme nicht nur gefordert, sondern auch gewürdigt wird, wächst die Bereitschaft ganz von selbst.
Wie können wir vermeiden, dass das Storytelling gekünstelt oder theatralisch wirkt, insbesondere im Unternehmenskontext?
Der größte Hemmschuh für authentisches Storytelling ist eine zu strenge Skriptbindung. Wenn Geschichten zu glatt wirken oder den Eindruck vermitteln, als seien sie von einem Ausschuss verfasst worden, spüren die Mitarbeiter das sofort. Authentizität sollte Vorrang vor dem Produktionsaufwand haben – eine echte, vielleicht etwas unvollkommene Geschichte, die von einem echten Mitarbeiter erzählt wird, ist immer wirkungsvoller als eine glatte Erzählung, die sich gekünstelt anfühlt. Es ist außerdem hilfreich, Geschichten auszuwählen, die neben dem positiven Ergebnis auch echte Herausforderungen oder Misserfolge beinhalten, denn Ehrlichkeit signalisiert, dass die Maßnahme sinnvoll ist und nicht nur eine PR-Aktion darstellt.
Auf wie viele Markenwerte sollten wir uns beim Aufbau eines Storytelling-Programms konzentrieren?
Weniger ist fast immer mehr. Unternehmen, die versuchen, gleichzeitig Geschichten rund um sechs oder acht Werte zu erzählen, schwächen in der Regel die Wirkung aller dieser Werte ab. Ein besserer Ansatz besteht darin, ein oder zwei Werte zu identifizieren, die für Ihre aktuelle Unternehmenskultur am wichtigsten sind – vielleicht, weil sie missverstanden, zu wenig genutzt oder für eine laufende Veränderungsinitiative von zentraler Bedeutung sind – und zunächst eine umfangreiche Sammlung von Geschichten rund um diese Werte aufzubauen. Sobald sich diese Werte wirklich verinnerlicht anfühlen, können Sie das Storytelling-Programm auf weitere Werte ausweiten.
Wie können wir messen, ob unsere Bemühungen im Bereich Storytelling tatsächlich Wirkung zeigen?
Die Messung muss nicht komplex sein, sollte aber zielgerichtet erfolgen. Qualitative Signale – wie beispielsweise, wenn Mitarbeiter in Besprechungen spontan auf Werte Bezug nehmen, in ihrem Feedback wertebezogene Formulierungen verwenden oder Kollegen dafür vorschlagen, dass sie einen bestimmten Wert vorleben – sind starke Indikatoren dafür, dass die Geschichten ankommen. Auf der quantitativen Seite lassen sich die Ergebnisse von Pulsumfragen zu Unternehmenskultur, Zugehörigkeitsgefühl und Klarheit der Zielsetzung vor und nach einer Storytelling-Initiative verfolgen. Auch Veränderungen bei den Benchmark-Werten zur Mitarbeiterbindung und zum Engagement über einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten sind aussagekräftige Datenpunkte, die es zu beobachten gilt.
Können diese Erzähltechniken auch bei Remote- oder Hybrid-Teams funktionieren, die sich nur selten persönlich treffen?
Auf jeden Fall – und in vielerlei Hinsicht sind verteilte Teams sogar noch stärker auf gezieltes Storytelling angewiesen, da ihnen die informellen Momente fehlen, in denen Kultur auf natürliche Weise vermittelt wird. Kurzvideos, die auf internen Plattformen geteilt werden, spezielle Storytelling-Segmente in virtuellen Vollversammlungen und asynchrone Story-Aufforderungen in Kollaborationstools wie Slack oder Teams sind allesamt äußerst effektive Formate. Der Schlüssel liegt darin, die Inhalte auf das jeweilige Medium abzustimmen: Kürzere, visuell ansprechendere Inhalte kommen in digitalen Umgebungen in der Regel besser an als textlastige Formate.
Wo fangen wir am besten an, wenn wir Storytelling bisher noch nie in unserer internen Kommunikation eingesetzt haben?
Der einfachste Ansatzpunkt ist Ihre nächste unternehmensweite oder Teambesprechung. Ersetzen Sie einen Tagesordnungspunkt – in der Regel einen Bericht über die Unternehmenswerte oder eine Folie zur Unternehmenskultur – durch eine einzige, gut ausgewählte Mitarbeitergeschichte, die diesen Wert in der Praxis veranschaulicht. Stellen Sie die Geschichte vor, lassen Sie ihr Raum, und stellen Sie kurz den Zusammenhang her, warum sie wichtig ist. Dieses risikoarme Experiment löst fast immer positive Reaktionen aus und liefert Ihnen einen konkreten Proof of Concept, auf dem Sie aufbauen können. Von dort aus kann die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Moderator oder die Teilnahme an einem Storytelling-Workshop Ihnen helfen, einen strukturierteren, skalierbaren Ansatz für das gesamte Unternehmen zu entwickeln.
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