In der sich heute rasant wandelnden Geschäftswelt ist die Fähigkeit, unternehmerisch zu denken, nicht mehr nur den Gründern von Start-ups vorbehalten. Von Mitarbeitern auf allen Ebenen eines Unternehmens wird erwartet, dass sie innovativ sind, sich anpassen und den Wandel innerhalb ihrer Organisation vorantreiben. Genau hier kommt die unternehmerische Denkweise kommt ins Spiel, und wenn man es versteht, könnte dies die Arbeitsweise Ihres Teams grundlegend verändern.
Ganz gleich, ob Sie für die interne Kommunikation, die Teamentwicklung oder die organisatorische Transformation verantwortlich sind: Die Förderung einer unternehmerischen Denkweise am Arbeitsplatz ist eine der effektivsten Methoden, um das Engagement zu steigern, Kreativität anzuregen und die Belastbarkeit Ihrer Belegschaft zu stärken. In diesem Artikel wird genau erläutert, was das bedeutet – und wie Sie dies umsetzen können.
Was versteht man unter einer unternehmerischen Denkweise, und was gehört dazu?
Unternehmerisches Denken ist eine Denkweise, bei der Chancen, Eigenverantwortung und kontinuierliches Lernen im Vordergrund stehen. Es bedeutet, Herausforderungen eher mit Neugier als mit Vorsicht anzugehen, die Initiative zu ergreifen, ohne auf Erlaubnis zu warten, und Rückschläge eher als Anhaltspunkte denn als Misserfolge zu betrachten. Dabei geht es nicht darum, ein Unternehmen zu gründen. Es geht darum, wie man in jedem Umfeld denkt, reagiert und einen Beitrag leistet.
Die unternehmerische Denkweise umfasst mehrere miteinander verknüpfte Eigenschaften, die gemeinsam das Verhalten am Arbeitsplatz prägen:
- Proaktive Problemlösung: Probleme erkennen, bevor sie eskalieren, und eigenständig Maßnahmen ergreifen
- Risikotoleranz: Sich mit Unsicherheit wohlfühlen und experimentierfreudig sein
- Verantwortungsbewusstsein: Verantwortung für die Ergebnisse übernehmen, als ob die Arbeit wirklich deine eigene wäre
- Kreatives Denken: Ideen entwickeln und den Status quo hinterfragen
- Resilienz: Sich von einem Misserfolg erholen und ihn als Chance zur Verbesserung nutzen
- Erkennen von Chancen: Lücken, Ineffizienzen oder unerfüllte Bedürfnisse erkennen – und entsprechend handeln
Zusammen bilden diese Eigenschaften die Grundlage für das, was viele Unternehmen heute als „Innovationsmentalität“ bezeichnen. Dabei handelt es sich um einen Wandel in der Art und Weise, wie Mitarbeiter zu ihrer Arbeit, ihren Kollegen und den Zielen des Unternehmens stehen.
Warum ist eine unternehmerische Denkweise für Unternehmensmitarbeiter wichtig?
Eine unternehmerische Denkweise ist für Unternehmensmitarbeiter wichtig, da sie Engagement, Innovation und Anpassungsfähigkeit direkt fördert. Mitarbeiter, die unternehmerisch denken, warten nicht darauf, dass ihnen gesagt wird, was sie tun sollen. Sie erkennen Chancen, schlagen Lösungen vor und ergreifen die Initiative, was Teams agiler und Unternehmen in einem sich rasch wandelnden Markt wettbewerbsfähiger macht.
Für Unternehmen, die mit Kommunikationsmüdigkeit, mangelndem Engagement oder Widerstand gegen Veränderungen zu kämpfen haben, bietet Intrapreneurship eine wirkungsvolle Gegenkraft. Wenn Mitarbeiter ein Gefühl der Eigenverantwortung für ihre Arbeit verspüren und darauf vertrauen, dass ihre Ideen geschätzt werden, ist die Wahrscheinlichkeit weitaus größer, dass sie engagiert bleiben, effektiv zusammenarbeiten und einen sinnvollen Beitrag zur Ausrichtung des Unternehmens leisten.
Zudem besteht ein direkter Zusammenhang zwischen unternehmerischem Denken und der Unternehmenskultur. Teams, die diese Denkweise verinnerlichen, kommunizieren in der Regel offener, hinterfragen Annahmen konstruktiv und überwinden das Denken in Silos. Für Führungskräfte, die Veränderungsprozesse steuern, ist dies nicht nur eine wünschenswerte Eigenschaft, sondern ein strategischer Vorteil.
Was ist der Unterschied zwischen einer unternehmerischen Denkweise und einer wachstumsorientierten Denkweise?
Der wesentliche Unterschied liegt im Umfang und in der Anwendung. Eine „Wachstumsmentalität“ – ein von der Psychologin Carol Dweck geprägter Begriff – ist die Überzeugung, dass Fähigkeiten und Intelligenz durch Anstrengung und Lernen weiterentwickelt werden können. Eine unternehmerische Mentalität baut auf dieser Grundlage auf, ergänzt sie jedoch um Handeln, Risikobereitschaft und die Suche nach Chancen. Bei einer Wachstumsmentalität geht es darum, wie man lernt; bei einer unternehmerischen Mentalität geht es darum, was man mit diesem Gelernten anfängt.
Stellen Sie es sich einmal so vor: Jemand mit einer Wachstumsmentalität im Beruf nimmt Feedback gerne an und betrachtet Misserfolge als Chance zum Lernen. Jemand mit einer unternehmerischen Denkweise tut all das und nutzt diese Erkenntnisse anschließend, um etwas Neues auszuprobieren, eine Idee vorzustellen oder einen Prozess neu zu gestalten. Die unternehmerische Denkweise ist von Natur aus nach außen gerichtet und handlungsorientiert, während die Wachstumsdenkweise eher nach innen auf die persönliche Entwicklung ausgerichtet ist.
In der Praxis ergänzen sich beide gut. Eine Wachstumsmentalität schafft die psychologische Sicherheit, die nötig ist, um unternehmerische Risiken einzugehen. Eine unternehmerische Denkweise gibt der Wachstumsmentalität Richtung und Sinn. Unternehmen, die beides fördern, verzeichnen in der Regel stärkere Innovationskraft und widerstandsfähigere Teams.
Wie können Angestellte in Unternehmen eine unternehmerische Denkweise entwickeln?
Mitarbeiter in Unternehmen können eine unternehmerische Denkweise entwickeln, indem sie bestimmte Verhaltensweisen konsequent praktizieren, Herausforderungen suchen, die über ihre Komfortzone hinausgehen, und ihre Einstellung gegenüber Unsicherheit und Misserfolg neu definieren. Dabei handelt es sich nicht um eine Persönlichkeitseigenschaft, die man entweder hat oder nicht hat. Es ist vielmehr eine Reihe von Fähigkeiten und Gewohnheiten, die erlernt und im Laufe der Zeit gefestigt werden können.
Hier sind einige praktische Tipps, wie Mitarbeiter diese Denkweise am Arbeitsplatz entwickeln können:
- Probleme als Chancen betrachten: Wenn etwas schiefgeht, fragen Sie sich, was dies über ein unerfülltes Bedürfnis oder einen ineffizienten Prozess aussagt.
- Engagieren Sie sich ehrenamtlich in funktionsübergreifenden Projekten: Die Zusammenarbeit außerhalb Ihres gewohnten Teams erweitert Ihren Horizont und fördert kreatives Denken
- Üben Sie regelmäßig, Ideen zu entwickeln: Nehmen Sie sich Zeit für ein Brainstorming, bei dem keine Ideen bewertet werden – auch wenn die meisten davon nie umgesetzt werden
- Bitten Sie aktiv um Feedback: Betrachte Feedback als Mittel zur Verbesserung und nicht als Urteil über deinen Wert.
- Gehen Sie kleine, wohlüberlegte Risiken ein: Schlagen Sie einen neuen Ansatz für eine Routineaufgabe vor oder regen Sie ein Pilotprojekt an, um eine Idee zu testen
- Offen aus Fehlern lernen: Teilen Sie mit, was nicht funktioniert hat und warum, und fördern Sie so ein offenes Experimentieren in Ihrem Team.
Die Entwicklung einer unternehmerischen Denkweise erfordert auch die Unterstützung des Unternehmens. Mitarbeiter können in einem Umfeld, in dem Fehler bestraft oder neue Ideen abgelehnt werden, nicht unternehmerisch denken. Die Unternehmenskultur und die individuelle Denkweise müssen sich gemeinsam weiterentwickeln.
Was sind die größten Hindernisse für unternehmerisches Denken in großen Organisationen?
Die größten Hindernisse für unternehmerisches Denken in großen Organisationen sind starre Hierarchien, Angst vor dem Scheitern, isolierte Kommunikation und eine Kultur, in der Konformität gegenüber Kreativität bevorzugt wird. Diese strukturellen und kulturellen Faktoren unterdrücken aktiv jene Verhaltensweisen, die eine unternehmerische Denkweise ausmachen – selbst wenn die Führungskräfte behaupten, mehr Innovation zu wollen.
Hierarchie und Genehmigungsengpässe
In großen Unternehmen müssen Ideen oft mehrere Führungsebenen durchlaufen, bevor etwas in Gang kommt. Das bremst die Dynamik und hält Mitarbeiter davon ab, überhaupt Ideen einzubringen. Wenn die Kluft zwischen Idee und Umsetzung zu groß ist, verschwindet unternehmerisches Denken still und leise.
Angst vor dem Scheitern und Risikoscheu
In vielen Unternehmensumgebungen werden Misserfolge implizit oder explizit bestraft. Wenn Mitarbeiter erleben, dass Kollegen für Eigeninitiative bestraft werden, die nicht zum Erfolg geführt hat, lernen sie, auf Nummer sicher zu gehen und sich zurückzuhalten. Dies ist eines der schädlichsten Hindernisse für eine innovationsorientierte Unternehmenskultur, da es unter der Oberfläche der offiziellen Unternehmenskultur wirkt.
Abteilungsgrenzen und mangelhafte Kommunikation
Unternehmerisches Denken lebt von vielfältigen Impulsen und funktionsübergreifender Zusammenarbeit. Wenn Abteilungen isoliert voneinander arbeiten, fehlt den Mitarbeitern die nötige Weitsicht, um Chancen zu erkennen oder sinnvolle Innovationen zu entwickeln. Eine isolierte Kommunikation ist sowohl Ursache als auch Folge eines geringen unternehmerischen Engagements.
Mangel an psychologischer Sicherheit
Mitarbeiter müssen sich sicher genug fühlen, um ihre Meinung zu äußern, Annahmen zu hinterfragen und Neues auszuprobieren. Ohne psychologische Sicherheit werden sich selbst die von Natur aus unternehmerischsten Köpfe zurückhalten. Diese Sicherheit zu schaffen, ist in erster Linie eine Aufgabe der Führung und erst in zweiter Linie eine individuelle Verantwortung.
Wie schaffen es Teams, gemeinsam eine Kultur des unternehmerischen Denkens aufzubauen?
Teams schaffen eine Kultur des unternehmerischen Denkens, indem sie gemeinsame Normen in Bezug auf Experimentierfreudigkeit, offene Kommunikation und kollektive Verantwortung etablieren. Eine Kultur wird nicht von einer einzelnen Person oder einer einzigen Initiative geschaffen. Sie entsteht durch die alltäglichen Verhaltensweisen, Gespräche und Rituale, auf deren gemeinsame Umsetzung sich ein Team einigt.
In der Praxis können Teams unternehmerisches Denken auf folgende Weise fördern:
- Regelmäßige Sitzungen zum Ideenaustausch, bei denen keine Idee von vornherein abgelehnt wird
- Rückblicke, bei denen nicht nur das Erreichte, sondern auch das Gelernte gewürdigt wird
- Teamübergreifende Zusammenarbeit, die neue Perspektiven auf gemeinsame Herausforderungen eröffnet
- Führungskräfte, die Verletzlichkeit vorleben, indem sie über ihre eigenen Misserfolge und Experimente berichten
- Anerkennung für Eigeninitiative, nicht nur für Ergebnisse
Auch die Wortwahl spielt eine Rolle. Teams, die von “Experimenten” statt von “Misserfolgen” oder von “Iterationen” statt von “Fehlern” sprechen, schaffen einen Wortschatz, der Risikobereitschaft fördert. Dieser sprachliche Wandel signalisiert, dass unternehmerisches Handeln erwartet und geschätzt wird und nicht als Ausnahme oder Risiko angesehen wird.
Der Aufbau einer solchen Kultur erfordert Zeit und gezielte Anstrengungen. Doch Unternehmen, die konsequent darin investieren, berichten durchweg von einer engeren Zusammenarbeit, einem höheren Engagement und einer besseren Fähigkeit, Veränderungen zu bewältigen. Unternehmerisches Denken ist kein Einzelsport. Es entwickelt sich am schnellsten, wenn sich ein ganzes Team gemeinsam dafür einsetzt.
Wie „Boom For Business“ Teams dabei hilft, eine unternehmerische Denkweise zu entwickeln
Die Entwicklung einer unternehmerischen Denkweise im gesamten Team lässt sich nicht durch ein Memo oder eine einstündige Präsentation erreichen. Dazu sind praktische, mitreißende Erfahrungen erforderlich, die die Art und Weise verändern, wie Menschen denken, kommunizieren und zusammenarbeiten. Genau das tun wir bei Boom For Business.
Auf der Grundlage von über 30 Jahren Erfahrung in den Bereichen Improvisation und Storytelling entwickeln wir Erlebnisse, die unternehmerisches Denken praxisnah, einprägsam und wirklich unterhaltsam machen. Das haben wir zu bieten:
- Masterclass-Workshops: Unser interaktive Workshops Nutzen Sie Improvisationstechniken, um kreatives Denken, Belastbarkeit und Kommunikationsfähigkeiten zu fördern – genau jene Kompetenzen, die einer unternehmerischen Denkweise im Berufsleben zugrunde liegen
- Teambuilding-Erlebnisse: Unser Teambuilding-Programme Silos aufbrechen, psychologische Sicherheit schaffen und Teams dabei unterstützen, jene Art offener, experimentierfreudiger Zusammenarbeit zu praktizieren, die unternehmerisches Denken erfordert
- Programme zur Förderung einer positiven Unternehmenskultur: Durch unsere positive kulturelle Initiativen, wir unterstützen Unternehmen dabei, ein Umfeld zu schaffen, in dem Intrapreneurship Fuß fassen und sich entfalten kann
- Geschäftsorientierter Humor: Wir nutzen Humor nicht als Unterhaltung, sondern als Mittel, um Abwehrhaltungen abzubauen, zur Risikobereitschaft zu ermutigen und neue Denkweisen zugänglich zu machen, anstatt sie als bedrohlich zu empfinden.
Jedes Programm, das wir entwickeln, ist auf die spezifischen Herausforderungen und Ziele Ihres Unternehmens zugeschnitten. Ganz gleich, ob Sie ein Team, das in eine Stagnation geraten ist, wieder motivieren, einen Veränderungsprozess begleiten oder Ihren Mitarbeitern einfach dabei helfen möchten, mutiger zu denken – wir stehen Ihnen gerne zur Seite. Nehmen Sie Kontakt mit Boom For Business auf Und lasst uns etwas schaffen, das wirklich etwas bewirkt.
Häufig gestellte Fragen
Lässt sich bei Mitarbeitern, die von Natur aus risikoscheu sind, eine unternehmerische Denkweise entwickeln?
Ja, auf jeden Fall. Eine unternehmerische Denkweise ist kein feststehender Persönlichkeitszug – es handelt sich vielmehr um eine Reihe von Verhaltensweisen und Gewohnheiten, die man erlernen kann. Risikoscheue Mitarbeiter können klein anfangen, indem sie geringfügige Prozessverbesserungen vorschlagen oder sich freiwillig für ein funktionsübergreifendes Projekt melden, und so durch kleine Erfolge, bei denen wenig auf dem Spiel steht, schrittweise ihre Toleranz gegenüber Unsicherheiten aufbauen. Der Schlüssel liegt darin, ein sicheres Umfeld zu schaffen, in dem kleine Experimente gefördert werden und unvollkommene Versuche als Fortschritt und nicht als Misserfolg gewertet werden.
Wie lange dauert es in der Regel, bis sich nach der Einführung eines Trainings zur Förderung unternehmerischen Denkens in einem Team erste Ergebnisse zeigen?
Verhaltens- und Kulturwandel vollzieht sich selten über Nacht, doch Teams berichten oft von spürbaren Veränderungen in der Kommunikation, beim Ideenaustausch und bei der Eigeninitiative bereits innerhalb von 4 bis 8 Wochen konsequenter Umsetzung und Verstärkung. Die Geschwindigkeit des Wandels hängt stark davon ab, inwieweit die Führungsebene das Konzept unterstützt, wie konsequent neue Verhaltensweisen vorgelebt und belohnt werden und ob es sich bei der Schulung um eine einmalige Veranstaltung oder um Teil eines fortlaufenden Programms handelt. Nachhaltige Ergebnisse entstehen durch die Verankerung unternehmerischer Gewohnheiten in den alltäglichen Teamabläufen, nicht durch einen einzelnen Workshop.
Welche Rolle spielt die Führung bei der Förderung einer unternehmerischen Denkweise – und was passiert, wenn Führungskräfte diese nicht selbst vorleben?
Das Führungsverhalten ist wohl der mit Abstand wichtigste Faktor dafür, ob sich eine unternehmerische Denkweise im gesamten Team etabliert. Wenn Führungskräfte das bloße Befolgen von Anweisungen belohnen, Fehler nicht eingestehen oder neue Ideen ablehnen, werden die Mitarbeiter dieses Verhalten nachahmen – ganz gleich, was in Schulungsprogrammen vermittelt wird. Führungskräfte, die offen über ihre eigenen Misserfolge sprechen, experimentelles Denken fördern und den Mitarbeitern echte Autonomie geben, um Ideen umzusetzen, senden ein starkes Signal aus, dass unternehmerisches Verhalten sicher ist und erwartet wird – und nicht nur toleriert wird.
Wie lässt sich messen, ob sich eine unternehmerische Denkweise in Ihrem Unternehmen tatsächlich durchsetzt?
Zwar lassen sich Veränderungen in der Denkweise schwerer quantifizieren als Umsatzkennzahlen, doch gibt es praktische Indikatoren, die es zu beobachten gilt: eine Zunahme von Ideen oder Verbesserungsvorschlägen, die von Mitarbeitern ausgehen, eine stärkere Beteiligung an funktionsübergreifenden Projekten, eine offenere Diskussion über Misserfolge in Retrospektiven sowie verbesserte Ergebnisse bei Umfragen zum Mitarbeiterengagement oder zur psychologischen Sicherheit. Die langfristige Beobachtung dieser qualitativen und verhaltensbezogenen Signale vermittelt ein viel klareres Bild des kulturellen Fortschritts als jede einzelne Leistungskennzahl.
Besteht die Gefahr, dass die Förderung unternehmerischen Denkens dazu führen könnte, dass sich Mitarbeiter überfordert oder ausgebrannt fühlen?
Dies ist ein berechtigter Einwand, insbesondere in Umgebungen, in denen ohnehin schon hoher Druck herrscht. Das Ziel einer unternehmerischen Denkweise besteht nicht darin, den Mitarbeitern noch mehr Arbeit aufzubürden, sondern darin, ihre Herangehensweise an die Arbeit, die sie ohnehin bereits erledigen, zu verändern – indem sie diese mit mehr Eigenverantwortung, Neugier und Kreativität angehen. Unternehmen sollten darauf achten, die Entwicklung dieser Denkweise mit realistischen Arbeitsbelastungen, klaren Grenzen und echter Anerkennung für Eigeninitiative zu verbinden, damit unternehmerisches Denken als belebend empfunden wird und nicht als eine weitere Anforderung.
Inwiefern hängt eine unternehmerische Denkweise mit der Mitarbeiterbindung und der Talentförderung zusammen?
Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen unternehmerischer Eigenständigkeit und Mitarbeiterbindung, insbesondere bei Leistungsträgern, bei denen das Risiko am größten ist, dass sie zu Start-ups oder Wettbewerbern wechseln. Mitarbeiter, denen das Vertrauen entgegengebracht wird, Eigeninitiative zu zeigen, Ideen zu entwickeln und sichtbare Ergebnisse zu erzielen, bleiben mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit engagiert und entwickeln sich innerhalb eines Unternehmens weiter. Die Förderung einer unternehmerischen Denkweise ist daher nicht nur eine Innovationsstrategie – sie ist eine Strategie zur Talentförderung und -bindung.
Wo sollte unsere Organisation am besten ansetzen, wenn sie eine unternehmerische Kultur aufbauen möchte, aber nicht weiß, wo sie anfangen soll?
Der effektivste Ausgangspunkt ist in der Regel eine ehrliche Bestandsaufnahme Ihrer aktuellen Unternehmenskultur: Finden Sie heraus, wo Ideen im Sande verlaufen, wo die Angst vor dem Scheitern am größten ist und welche strukturellen Engpässe Eigeninitiative bremsen. Wenn Sie anschließend ein Team oder eine Abteilung auswählen, um unternehmerische Praktiken – wie regelmäßige Ideenaustauschsitzungen, experimentbasierte Retrospektiven oder eine funktionsübergreifende Herausforderung – pilotmäßig einzuführen, schaffen Sie einen sichtbaren Proof of Concept, bevor Sie das Konzept ausweiten. Die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Moderator, wie dem Team von Boom For Business, kann zudem die anfängliche Dynamik beschleunigen, indem sie den Teams die Werkzeuge und die Sprache an die Hand gibt, um ihre Denkweise auf praktische und motivierende Weise zu verändern.
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